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2017.05.23 - PORR Niederlassung Kärnten

  • PORR Niederlassung Kärnten_2017
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Die PORR ist sich ihrer Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft bewusst und hat sich daher das Thema Nachhaltigkeit nicht nur auf die Fahnen geschrieben. Sie geht bei ihren eigenen Immobilien mit gutem Beispiel voran. Das neue Gebäude der PORR in der Robertstraße in Klagenfurt ist als „Plus-Energiehaus“ konzipiert und wird damit höchsten Ansprüchen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gerecht. Dafür erhielt das Projekt mit ÖGNI Platin und einem Gesamterfüllungsgrad von 89,1 % die beste Bewertung, die jemals für ein ÖGNI Bürogebäude vergeben wurde.

Der Neubau des Bürogebäudes wurde zur Gänze von der PORR geplant und realisiert. Es besteht aus einem Erdgeschoss sowie zwei Obergeschossen. Das in Massivbauweise ausgeführte Objekt verfügt über eine Bruttogeschossfläche von 1.547 Quadratmetern. Das Gebäude bietet Raum für 60 Arbeitsplätze mit einer Fläche von 19 m² pro Person und ist nach den Vorgaben zur „neuen Arbeitswelt“ des PORR Konzerns konzipiert. Der Fokus liegt auf offenen Strukturen und Transparenz – ein Umfeld, das sich positiv auf Kommunikation und Teamarbeit auswirkt.

Von Beginn an formulierte die PORR hohe Anforderungen und Optimierungsstrategien, die sich am gesamten Lebenszyklus des Gebäudes orientieren. Die Definition konkreter Zielsetzungen an Energieeffizienz, regenerative Energiebereitstellungssysteme, Innenraumklima, Komfortparameter etc. für alle Bereiche war die Folge. Bereits in der Konzeptphase waren hausinterne Experten aus dem Bereich Nachhaltigkeit und Gebäudezertifizierung in das Planungsteam eingebunden, um die angestrebte Platin-Zertifizierung zu erreichen.

Zur Minimierung des Heiz- und Kühlenergiebedarfs legten die Planer beispielsweise großes Augenmerk auf die Ausführung einer effizienten Gebäudehülle: kostenoptimiert mit Passivhauskomponenten und außenliegendem Verschattungssystem. Die Wärme- und Kältebereitstellung erfolgt über eine Grundwasserwärmepumpe mit Reverse Charge Technologie. Photovoltaikanlagen an der Fassade und am Flachdach versorgen das Gebäude mit erneuerbarer Energie. Semitransparente Zellen fungieren zusätzlich als Verschattungselemente über der Dachterrasse. Jene Flächen, die nicht für Photovoltaikanlagen oder die Terrasse benötigt werden, wurden in Form eines Gründachs ausgeführt. Der Einsatz von LED-Beleuchtung samt tageslichtgeführter Steuerung und Präsenzerkennung trägt ebenfalls zur Reduktion des Energieverbrauchs bei. Die so erzielte Jahresenergiebilanz ist positiv. Der jährliche Ertrag der Photovoltaikanlagen ist laut Berechnungsgrundlagen des Energieausweises größer als der Energiebedarf des Gebäudes für Heizung, Warmwasser, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung. Das Gebäude erreicht somit den Plus-Energie-Standard.

Wichtig war es auch, für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Besucher ein hervorragendes Raumklima bei gleichzeitig effizientem Umweltschutz zu schaffen. Es musste einer abschließenden Kontrolle über eine Innenraumluftmessung standhalten. Höchste bauökologische Anforderungen und Materialwahl lieferten die Basis. Die mechanische Lüftungsanlage sorgt zusätzlich für ausreichend Frischluft und optimalen Luftaustausch.

Auch beim Thema Wasser stand Nachhaltigkeit im Vordergrund. Wassersparende Sanitärausstattung sorgt sowohl für eine Reduzierung des Wasserbedarfs als auch des Abwasseraufkommens und spart darüber hinaus Heizenergie bei der Warmwasserbereitung. Das aufkommende Regenwasser wird vollständig auf Eigengrund versickert und belastet die Kanalisation nicht zusätzlich.

Die Nachhaltigkeit des Projektes beschränkt sich aber nicht nur auf das Gebäude an sich. Auch verkehrsplanerische Überlegungen flossen in das Gesamtkonzept mit ein. Alternative Verkehrsmöglichkeiten für Mitarbeiter, Nutzer und Besucher werden gefördert.

Entlang der West- und Südfassade des Objektes befindet sich eine ausreichende Anzahl an PKW-Stellplätzen. Dazu gibt es zwei Stromtankstellen, die von E-Bikes und Elektrofahrzeugen gleichermaßen genutzt werden können. Die Versorgung erfolgt über die gebäudeintegrierte Photovoltaik-Anlage.

Die Liegenschaft ist optimal an den öffentlichen Radweg angebunden, der unmittelbar entlang der Grundstücksgrenze verläuft. Das Fahrrad ist daher eine sinnvolle Alternative. Fahrradabstellplätze befinden sich sowohl im Bereich des Haupteingangs als auch auf der Gebäuderückseite. Teilweise sind sie überdacht und zur Erhöhung der Sicherheit auch beleuchtet. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, finden Duschmöglichkeiten im Gebäude vor.

Die Erreichbarkeit des Standorts mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist in einem Nutzerhandbuch genau beschrieben, das auch diverse Fahrpläne enthält.

Im Außenbereich des Objektes wurde in unmittelbarer Nähe zum öffentlichen Rad- und Gehweg ein Infoscreen installiert. Er soll Passanten und Besucher auf die hohe Energieeffizienz des Gebäudes aufmerksam machen und sie für erneuerbare Energiesysteme sensibilisieren.

So präsentiert sich die neue PORR-Zentrale für Kärnten und Osttirol bis ins Detail achtsam und durchdacht – und wird als Leuchtturmprojekt für eine nachhaltige Denkweise beim Bauen viele Nachahmer finden.