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Internationale Aktivitäten

International vernetzt, lokal wirksam: Als Teil eines starken internationalen Netzwerks wirkt die ÖGNI weit über Österreich hinaus. In enger Zusammenarbeit mit europäischen und globalen Partnerorganisationen treiben wir Wissenstransfer, Kollaboration und die Weiterentwicklung nachhaltiger Bau- und Immobilienstandards aktiv voran.

Die internationalen Aktivitäten der ÖGNI

Climate Positive Europe Alliance

Die Climate Positive Europe Alliance (CPEA) ist ein von der ÖGNI mitgegründeter Think and Do Tank mit Sitz in Brüssel, der sich dem Brückenschlag zwischen EU-Politik und Praxis verschrieben hat und den aktiven Austausch zwischen EU-Entscheidern und Mitglieder ermöglicht.

Um den Klimaschutz und die Stärkung der Nachhaltigkeit auf Basis der europäischen Baukultur noch stärker zu unterstützen, gründete die ÖGNI im Frühjahr 2021 gemeinsam mit Partnern aus Deutschland (DGNB – Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) und Spanien (GBCe – Green Building Council España) die Non-Profit-Organisation CPEA in Brüssel. Als Think Tank führt die CPEA Impulse, Wissen und Lösungen aus den verschiedenen Märkten innerhalb der EU zusammen und entwickelt konkrete Handlungsempfehlungen. Im Kern der Aktivitäten steht die Kollaboration und die Etablierung eines sektorübergreifenden Dialogs zwischen Wirtschaft und Politik, mit einem Themenfokus auf Sustainable Finance, Circular Economy und Affordable Housing. Die GBCs in Dänemark, Frankreich, Kroatien, Schweiz und Belgien sind neben den Gründungsorganisationen ebenso Mitglied wie der Architect’s Council of Europe.

World Green Building Council

Der World Green Building Council (WorldGBC) ist ein globales Netzwerk von nationalen Green Building Councils (GBCs), das sich für nachhaltiges, umweltfreundliches, und gesundes Bauen einsetzt und Stakeholder entlang der gesamten Wertschöpfungskette verbindet.

Weltweit gibt es über 75 nationale Green Building Councils, die über 48.000 Mitglieder aus der Privatwirtschaft und über 70 Partnerorganisationen vereinen. Das Netzwerk umfasst und repräsentiert 60% des globalen Gebäudebestands, 65% des globalen BIPs und 60% der globalen Population. Die ÖGNI ist das einzige established member aus Österreich und vertritt als Austrian Sustainable Building Council österreichisches Wissen und Interessen auf internationaler Ebene, mit Fokus auf dem europäischen Netzwerk des WorldGBC (European Regional Network), in dem die ÖGNI auch den Vize-Präsidenten stellt. Ziel des Netzwerks sind Zusammenarbeit, Austausch, koordinierte Stellungnahmen, und Wissenstransfer, mit monatlichen Arbeitsgruppen beispielsweise zu den Themen EU Policies oder Sustainable Finance.

Indicate Life

Das EU-Projekt INDICATE LIFE (Laufzeit bis Ende 2026) baut auf den Erkenntnissen des INDICATE Pilotprojekts auf und entwickelt belastbare Benchmark-Daten für Whole-Life Carbon (WLC) und schlägt darauf basierend Zielgrenzwerte vor – ein zentraler Baustein für die nationale Umsetzung der EPBD.

INDICATE LIFE begegnet einer der grundlegendsten Herausforderungen bei der Dekarbonisierung von Gebäuden: dem Mangel an Daten zur Unterstützung politischer Entscheidungen und strategischer Unternehmensentscheidungen. Ziel von INDICATE LIFE ist es, die Qualität und Quantität der nationalen WLC-Gebäude-LCA-Daten zu ermitteln, die für die Erstellung von Benchmarks, Zielgrenzwerten und politischen Maßnahmen in fünf EU-Ländern erforderlich sind. INDICATE LIFE ist die zweite Phase der Initiative und wurde im Oktober 2024 mit 22 Partnern in acht EU-Ländern und mit nationalen Projekten in Österreich, Kroatien, Italien, Luxemburg und Ungarn als Folgeland gestartet. Neben der Entwicklung von nationalen Methoden stehen die Datengenerierung (LCA-Studien von mindestens 50 repräsentativen Gebäudetypen) und Datenanalyse im Vordergrund.

More Life to Level(s)

More LIFE 2 Level(s) ist ein von der EU finanziertes Projekt (Laufzeit bis Mitte 2027), dessen Ziel es ist, ein fundiertes, einheitliches und umfassendes Verständnis dafür zu gewinnen, wie Level(s) in verschiedenen Gebäudetypologien in ganz Europa in der Praxis angewandt wird.

Vier Green Building Councils (ÖGNI, DGNB, GBCe, DK-GBC), die bereits das DGNB System und das VERDE-Zertifizierungssystem nutzen, arbeiten hier zusammen und lassen einen breiten Pool an Projekten, Typologien, Interessengruppen, Baukulturen, Klimaregionen, öffentlichen Beschaffungspraktiken, Fachprüfern und Markterfahrung in das Projekt More LIFE 2 Level(s) einfließen. Das Ziel des Projekts ist es, aus den Erfahrungen mit Tests unter realen Bedingungen einen Lebenszyklusansatz für die Nachhaltigkeit von mindestens 10 europäischen Gebäuden zu entwickeln, indem das Level(s)-Rahmenwerk angewendet wird. Die Informationen, Daten und Erkenntnisse, die aus der Anwendung der Level(s)-Indikatoren in den europäischen Fallstudien gewonnen werden, werden Best-Practice-Beispiele zu liefern und dazu beitragen, die Verwendung von Level(s) für weitere Projekte weltweit zu beschleunigen.

SHIFT

Wir sind strategische Partner von SHIFT – Southern Heritage and Insights for Transformation – und unterstützen damit die Transformation zu einer nachhaltigen Bau- und Immobilienwirtschaft in Europa.

Die Initiative wurde als Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit gegründet: Die Architektur des Globalen Nordens versagt oft auf mehreren Ebenen. Wohnraum wird immer unerschwinglicher, während übermäßiger Ressourcenverbrauch und schlechte Stadtplanung uns über die Grenzen unseres Planeten hinaus treiben. Städte überhitzen sich, und die Klimainstabilität erfordert dringende Anpassungsmaßnahmen. Architekten bemühen sich, gesunde, lebenswerte Umgebungen zu schaffen, die das Wohlbefinden und die Widerstandsfähigkeit fördern. Angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach Wohnraum brauchen wir skalierbare, effektive Lösungen – doch das derzeitige Modell, das auf ressourcenintensiven Materialien, einer vom Auto abhängigen Stadtplanung und veralteten politischen und finanziellen Modellen basiert, bietet keinen gangbaren Weg in die Zukunft. SHIFT hat sich zum Ziel gesetzt, Politik und Regulierung positiv zu beeinflussen, um die globale Architektur widerstandsfähiger, klimabewusster und kulturell verantwortungsvoller zu gestalten.