Das DGNB System gilt als eines der weltweit führenden Zertifizierungssysteme für nachhaltiges Bauen. Entdecken Sie, wie unser ganzheitlicher Zertifizierungsansatz Ökologie, Ökonomie und soziokulturelle Aspekte vereint, um Immobilien zu schaffen, die auch morgen noch wertbeständig sind.
DGNB Zertifizierung der ÖGNI
Sie möchten Ihr Projekt mit dem DGNB System der ÖGNI nachhaltig planen, bauen und zertifizieren lassen?
Als anerkanntes Planungs- und Optimierungstool begleitet das DGNB System den gesamten Zertifizierungsprozess von Gebäuden und Quartieren – von der ersten Konzeptionsphase über Planung und Fertigstellung bis hin zum laufenden Betrieb. Ergänzend dazu können auch Nachhaltige Baustellen bewertet und zertifiziert werden. Der strukturierte Ablauf hilft dabei, potenzielle Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen, Kostenfallen zu vermeiden und nachhaltige Qualitäten gezielt umzusetzen.
Die ÖGNI Auditoren und Consultants unterstützen Sie, Ihr Projekt nicht nur messbar nachhaltiger zu gestalten, sondern auch transparent zu dokumentieren und auf einem hohen Qualitätsniveau zu realisieren.
Die DGNB Zertifizierung der ÖGNI basiert auf Kriterienkatalogen, die festlegen, welche Anforderungen Gebäude und Quartiere in den Bereichen Ökologie, Ökonomie, Soziokultur und Funktion, Technik, Prozess und Standort erfüllen müssen.
Für die DGNB Zertifizierung der ÖGNI stehen verschiedene Systemvarianten zur Verfügung, die je nach Lebenszyklusphase der Immobilie sowie Gebäude- oder Quartiersnutzungstyp zur Anwendung kommen.
Der Aufbau der Systemvariante und die Anzahl der Kriterien unterscheiden sich je nach Projekttyp deutlich. So umfasst das DGNB System für Neubauten (Version 2023) 29 Kriterien aus den sechs Themenfeldern Ökologie, Ökonomie, Soziales, Technik, Prozess und Standort. Das DGNB System für Gebäude im Betrieb bewertet dagegen neun Kriterien in den drei Themenfeldern Ökologie, Ökonomie und Soziales.
Alle Kriterienkataloge stehen Ihnen nachfolgend kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Wie sich die Zertifizierungsstufen ergeben
Das DGNB System bewertet die Nachhaltigkeitsperformance von Gebäuden und Quartieren anhand von Kriterien aus bis zu sechs Themenfeldern: Ökologische Qualität, Ökonomische Qualität, Soziokulturelle und funktionale Qualität, Technische Qualität, Prozessqualität und Standortqualität.
Die Zertifizierungsstufe richtet sich danach, wie gut die Kriterien in den einzelnen Themenfeldern erfüllt werden. Der Gesamterfüllungsgrad ergibt sich aus der gewichteten Bewertung der Themenfelder. Je nach erreichtem Gesamterfüllungsgrad wird das DGNB Zertifikat der ÖGNI in Bronze, Silber, Gold oder Platin vergeben.
Neben dem Gesamterfüllungsgrad gelten zusätzliche Mindestanforderungen. Um eine durchgängig hohe Qualität sicherzustellen, müssen in den drei Hauptqualitäten Ökologie, Ökonomie und Soziales jeweils bestimmte Mindesterfüllungsgrade erreicht werden: 65% für Platin, 50% für Gold und 35% für Silber.
Platin
mind. 65 % Erfüllung je Hauptqualität
Gold
mind. 50% Erfüllung je Hauptqualität
Silber
mind. 35% Erfüllung je Hauptqualität
Bronze
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Die ÖGNI bietet mit der DGNB Gebäudezertifizierung ein strukturiertes System zur ganzheitlichen Bewertung nachhaltiger Gebäude an.
Um eine nachhaltige Bauweise ganzheitlich beurteilen zu können, werden Gebäude anhand klar definierter Kriterien bewertet. Diese Kriterien decken ökologische, ökonomische, soziokulturelle und funktionale, technische sowie prozessuale Aspekte ab und berücksichtigen zudem den Standort.
Die Kriterien sind in Kriterienkatalogen systematisch zusammengefasst. Da sich Anforderungen je nach Gebäudetyp und Lebenszyklusphase unterscheiden, kommen unterschiedliche Systemvarianten zur Anwendung. Jede Systemvariante basiert auf einem spezifischen Kriterienkatalog.
Für eine DGNB Gebäudezertifizierung der ÖGNI stehen folgende Systemvarianten mit jeweils eigenen Kriterienkatalogen zur Verfügung:
Mit zunehmender Urbanisierung wachsen Lebens- und Arbeitsräume immer mehr zusammen. Die Entwicklung von nachhaltigen Quartieren zählt zu den Schlüsselaufgaben der heutigen Stadtentwicklung.
Es geht um die Schaffung von zukunftsfähigen, lebenswerten Quartieren, in denen sich Menschen wohlfühlen können, unter größtmöglicher Schonung von Klima und Umwelt. Die ÖGNI bietet mit dem DGNB Zertifizierungssystem für Quartiere ein weltweit anerkanntes Planungs- und Optimierungstool zur zielgerichteten Entwicklung ganzheitlich nachhaltiger Quartiere an.
Das DGNB System für Quartiere umfasst insgesamt 31 Kriterien aus fünf Themenfeldern: Ökologische, Ökonomische, Soziokulturelle und Funktionale, Technische und Prozess Qualität. Anhand dieser wird die Gesamtperformance eines Quartiers bewertet.
Für die Anmeldung zur Zertifizierung und den begleitenden Prozess ist ein ÖGNI Auditor mit aufrechter Lizenz und Zulassung für die Quartierszertifizierung notwendig.
Vorteile für Nutzer.
ÖGNI-zertifizierte Gebäude sind ressourcenschonend gebaut, verursachen weniger Treibhausgasemissionen und können großteils dem Rohstoffkreislauf wieder zurückgeführt werden. Zudem tragen sie zu einer Reduktion des Abfallaufkommens bei und sorgen für eine nachhaltigere Zukunft.
Das DGNB System hat von Anfang an den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes im Blick und fördert dadurch geringere Kosten und Prozessoptimierung im Betrieb. So können Betriebskosten durch eine nachhaltige Planung langfristig reduziert werden.
Das DGNB System berücksichtigt das Wohlbefinden und die Gesundheit der Gebäudenutzer, Krankenstände und Fluktuation werden dadurch minimiert.
Vorteile für Planer und Architekten.
Das DGNB System gibt Zielwerte vor, die mit der Gesamtleistung eines Gebäudes erreicht werden müssen, nicht mit einzelnen Maßnahmen, und fördert damit innovative Gebäudekonzepte.
Eine systematische Definition der Nachhaltigkeitsziele anhand des DGNB Kriterienkatalogs der ÖGNI sensibilisiert frühzeitig alle Beteiligten für die Umsetzung und dient als zentrales Instrument in der Qualitätssicherung während der Bauphase.
Insbesondere die DGNB Vorzertifizierung der ÖGNI unterstützt die integrale Planung und erschließt dadurch zu einem frühen Zeitpunkt Optimierungspotenziale bei Erstellung, Betrieb, Um- und Rückbau, die dann kostenoptimiert realisierbar sind. Damit steht die Qualitätssicherung des Projekts von Anfang an im Fokus.
Vorteile für Investoren und Bauherren.
Für unterschiedliche Gebäudearten stehen einzelne Profile auf der einheitlichen Basis des DGNB Systems bereit, um eine marktgerechte Zertifizierung anzubieten.
ÖGNI-zertifizierte Gebäude sind sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene miteinander vergleichbar.
Bei Einreichung einer Zertifizierung fallen bei einer EU-Taxonomie Verifikation desselben Projekts keine Zusatzkosten an.
Die Nachfrage nach zertifizierten Gebäuden steigt zunehmend, dadurch wird das Leerstandsrisiko solcher Immobilien minimiert.
Das DGNB Zertifikat der ÖGNI erhöht die Chancen bei Verkauf und Vermietung, da die hohe Qualität eines Gebäudes für Eigentümer und Nutzer sichtbar wird.
Die Relevanz der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit eines Gebäudes wird ebenso bedeutend eingestuft wie die Relevanz der ökologischen und soziokulturellen Aspekte.
Mit dem DGNB Vorzertifikat der ÖGNI haben Bauherren und Nutzer schon in der frühen Planungsphase die Sicherheit, dass die Leistungsziele eines Gebäudes mit dessen Fertigstellung erreicht werden können.
Vorteile für Produkthersteller.
Entlang des Kriterienkatalogs zeigt das DGNB System Herstellern auf, inwiefern Bauprodukte Einfluss auf die Nachhaltigkeit eines Gesamtprojektes nehmen. Damit können Produkte gezielt unter dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit weiterentwickelt und optimiert werden. Auch hier steht die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus – und damit die langfristige Qualität von Bauprodukten – im Fokus.

In einem ersten Schritt nehmen Sie Kontakt mit einem ÖGNI Auditor auf, welcher Ihr Projekt von Beginn an begleitet, bewertet und schlussendlich bei der ÖGNI zur Zertifizierung einreicht. Den detaillierten Ablauf einer DGNB Zertifizierung der ÖGNI finden Sie hier.
Die Kosten einer DGNB Zertifizierung der ÖGNI setzen sich aus den Zertifizierungsgebühren und dem Honorar für die Leistungen des ÖGNI Auditors zusammen.

Die Zertifizierungsgebühren richten sich nach Nutzungsprofil, Brutto-Grundfläche und einer möglichen ÖGNI Mitgliedschaft. Ausführliche Informationen zu den Zertifizierungsgebühren finden Sie hier.
Das Honorar für die Auditorenleistungen variiert projektabhängig und wird individuell mit dem ÖGNI Auditor vereinbart. Eine genaue Leistungsübersicht bietet das Leistungsbild ÖGNI Auditor. Wir empfehlen, auf Basis eines definierten Leistungsumfangs Angebote von mehreren Auditoren einzuholen.
Alle ÖGNI Auditoren finden Sie hier aufgelistet. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich gerne an unsere Zertifizierungsstelle unter zertifizierung@ogni.at.
Ein ÖGNI Auditor ist für die ordnungsgemäße Durchführung des gesamten Zertifizierungsprozesses zuständig – von der Anmeldung bis zur finalen Zertifizierung. Nur Auditoren dürfen Projekte offiziell bei der ÖGNI zur Zertifizierung einreichen. Sie beraten Projektbeteiligte zur angestrebten Auszeichnungsstufe, zu Optimierungspotenzialen und zum Ablauf des Zertifizierungsprozesses.
Ein ÖGNI Consultant begleitet und berät während des Zertifizierungsprozesses, ist jedoch nicht zur Einreichung von Projekten berechtigt. Consultants unterstützen vor allem bei der inhaltlichen Vorbereitung und Optimierung von Projekten.
Leistungsumfang sowie Honorar werden jeweils direkt mit dem Auditor bzw. Consultant vereinbart.
Die ÖGNI bietet maßgeschneiderte Zertifizierungssysteme nach DGNB an, die sich an der Art des Bauprojekts und der vorgesehenen Nutzung der Immobilie orientieren. Die häufigsten Systeme sind:
- Neubau
- Sanierungen
- Gebäude im Betrieb
Darüber hinaus wird innerhalb dieser Systemvarianten zwischen den verschiedenen Nutzungsprofilen unterschieden – z.B.: Wohngebäude, Büro- und Verwaltungsgebäude oder Hotelgebäude.
Eine vollständige Übersicht aller verfügbaren Systemvarianten sowie deren detaillierte Beschreibung finden Sie in der aktuellen Systembroschüre der ÖGNI.
Der Zertifizierungsprozess läuft in der Regel parallel zu Planung und Bau des Projekts. Bereits in der Planungsphase werden Nachhaltigkeitspotenziale identifiziert und gemeinsam mit dem Bauherrn Zielqualitäten definiert – dokumentiert im DGNB Vorzertifikat der ÖGNI. Während der Bauphase begleitet der ÖGNI Auditor das Projekt gemäß den DGNB Kriterien der ÖGNI. Nach Fertigstellung erfolgt die Einreichung zur Konformitätsprüfung; vier bis sechs Wochen später wird das Zertifikat erteilt.
Bei Serien- und Mehrfachzertifizierungen verkürzt sich der Prozess deutlich. Internationale Projekte erfordern meist etwas mehr Zeit aufgrund länderspezifischer Anpassungen.
Pro Jahr stehen zehn offizielle Prüfungstermine zur Verfügung. Zu diesen Terminen können Projekte für die Vorzertifizierung, das Erstzertifikat oder eine zweite Konformitätsprüfung eingereicht werden. Die vollständigen Projektunterlagen, einschließlich der ausgefüllten Gewichtungstabelle, sind vom ÖGNI Auditor per E-Mail an zertifizierung@ogni.at zu übermitteln. Voraussetzung für die Durchführung der Konformitätsprüfung ist ein unterzeichneter Vertrag sowie der vollständige Zahlungseingang aller anfallenden Gebühren.
Die Gültigkeit der Auszeichnung hängt von der Art des Zertifikats ab. Beim Neubau ist das Zertifikat unbegrenzt gültig. Bei der Betriebszertifizierung ist die Gültigkeit auf maximal drei Jahre begrenzt. Eine Rezertifizierung ist möglich.
Hier finden Sie alle durch die ÖGNI zertifizierten Projekte, die einer Veröffentlichung zugestimmt haben.
Systematik: klimaaktiv ist ein reines Bewertungssystem. Das ÖGNI/DGNB-System bietet eine unabhängig geprüfte Zertifizierung.
Inhalte: klimaaktiv fokussiert auf Energie und Ökologie, ÖGNI/DGNB bewertet alle drei Säulen der Nachhaltigkeit umfassend.
Reichweite: klimaaktiv ist national, ÖGNI/DGNB ist international anwendbar.
Prüfung: klimaaktiv basiert auf Selbstevaluierung, ÖGNI/DGNB auf einer rechtsverbindlichen Konformitätsprüfung.
Nach erfolgreichem Abschluss des Zertifizierungsverfahrens übermittelt die ÖGNI das Zertifikat in elektronischer Form als PDF. Daraus gehen sowohl die erreichte Zertifizierungsstufe des Projekts als auch erreichten Prozente in den einzelnen Qualitäten eindeutig hervor. Das Zertifikat wird standardmäßig im A4-Format kostenfrei zur Verfügung gestellt. Im Rahmen einer Verleihung bietet die ÖGNI zusätzlich eine Ausfertigung auf einer A2-Tafel an.
Auf Wunsch des Bauherrn kann darüber hinaus eine Gebäudetafel aus Plexiglas zur Anbringung an der Fassade bestellt werden. Diese weist die jeweilige Zertifizierungsstufe aus, ohne detaillierte Darstellung derprozentualen Bewertungen.
Damit stehen dem Projekt unterschiedliche Zertifikats- und Darstellungsmöglichkeiten für Dokumentations-, Kommunikations- und Repräsentationszwecke zur Verfügung.
In der Regel beziehen sich DGNB-Zertifizierungen auf das Gesamtgebäude. In Ausnahmefällen ist eine Teilzertifizierung (wenn klar abgrenzbar) möglich. Die Voraussetzungen hierfür finden sich in den Systemgrundlagen im jeweiligen Kriterienkatalog.
Nein, Bauprodukte können grundsätzlich nicht nach dem ÖGNI bzw. DGNB System zertifiziert werden – weder direkt noch über spezielle Label oder Plattformen. Bauprodukte unterliegen je nach Einsatzbereich sehr unterschiedlichen Anforderungen und Bewertungskriterien. Eine pauschale Zertifizierung einzelner Produkte wäre daher nicht sachgerecht. Stattdessen werden Informationen zu produktspezifischen Nachhaltigkeitsaspekten in geeigneter Form – beispielsweise zur Unterstützung der Planungs- und Nachweisführung – bereitgestellt.
Für die Zertifizierung eines Gebäudes oder Quartiers bei der ÖGNI sind immer die tatsächlich eingesetzten Produkte im konkreten Anwendungskontext und deren dokumentierte Eigenschaften relevant.
Florian Wehrberger

























