Projekte

LCT One

Zertifikat
in Platin

Jahr der Zertifizierung: 2014
Jahr der Fertigstellung: 2012
Bruttogeschoßfläche: 2.320 m²

Objektbewertung: 87,90%
Ökologische Qualität: 91,00%
Ökonomische Qualität: 100,00%
Soziokulturelle und funktionale Qualität: 74,10%
Technische Qualität: 86,10%
Prozessqualität: 89,00%

Standortbewertung: 83,50%

Nutzfläche:  1.774 m²

Über das Projekt

Der Name ist Programm
Als besonders vorteilhaft erweist sich der LifeCycle Tower durch seine lebenszyklusoptimierte Konzeption – von der Entstehung über die Nutzung bis hin zum Rückbau. Baukastensystem und Serienfertigung reduzieren die Lebenszykluskosten schon bei der Entstehung, da sowohl die Planungs- als auch die Errichtungskosten erheblich gesenkt werden können. Durch die enorme Bauzeitreduktion stehen den Nutzern die Flächen früher zur Verfügung, was die Rendite erhöht. Ein komplexes, energetisch hocheffektives haustechnisches Versorgungskonzept – wählbar sind Plusenergie-, Niedrigenergie- oder Passivhausstandard – sorgt für einen möglichst niedrigen Energiebedarf, der standortabhängig mit verschiedenen regenerativen Energien gedeckt werden kann und Unterhaltskosten niedrig hält. Und selbst für die Urenkel der Bauherren bleibt der LifeCycle Tower profitabel, denn er ist voll recyclebar.

Ressourcenproduktivität durch optimierte Materialkombination
Während andere Holzbauprojekte darauf abzielen, möglichst viel Holz einzusetzen, ist es Ziel des LCT-Konzeptes, eine möglichst hohe Ressourcenproduktivität zu erreichen. D.h. Holz als Baustoff macht zwar den Großteil des LifeCycle Tower-Systems aus, es wird aber nur dort eingesetzt, wo es auch Sinn macht. Es wird also die Menge an Holz genutzt, mit der ein Optimum an Ressourceneffizienz gepaart mit entsprechender Funktionalität erreicht werden kann. Ein Beispiel sind die Hybrid-Decken, bei der neben Holz auch Stahlbeton verwendet wird, um ein Optimum an Schall-, Lärm-, und Brandschutz zu erzielen. „Nach der intensiven Zusammenarbeit mit verschiedensten Forschungsinstituten und Behörden und den vielen aufwändigen Brandtests, ist die Konstruktion aus Holz und Stahlbeton nun so perfekt, wie wir es uns erhofft haben. Auch in der Zukunft ist es unser Ziel, die Kompetenzen verschiedenster Experten zu bündeln und weitere Entwicklungspartner bei unseren Projekten zu integrieren“, so DI Ulrich Forster, Leiter Technik bei Cree.

Flexibilität in der Nutzung
Der Prototyp wird zeigen, wie universell einsetzbar das System ist. Primär wird der LCT ONE als Bürogebäude genutzt. Zudem wird er eine Ausstellungsfläche für nachhaltige Ideen, Produkte und Konzepte beherbergen.

Da keine tragenden Trennwände eingesetzt werden müssen, ist das System als solches sehr flexibel und erlaubt eine individuelle Gestaltung der Raumaufteilung. Eine Umnutzung wird im gesamten Lebenszyklus des Gebäudes mit wenig Aufwand realisierbar sein. Der LCT ONE ist nicht als Einzelprojekt zu verstehen, sondern Ziel ist es, mit dem modularen System unterschiedlichste Projekte zu realisieren, die alle auf demselben, im Detail durchgeplanten und getesteten System basieren. Wie in einem Baukasten können die strukturellen Elemente nach Belieben verschieden angeordnet werden.

Dass ein LCT multifunktional genutzt werden kann, zeigten ganz aktuell die Ergebnisse eines universitären Design-Projektes. Angehende Architekten der Universität Liechtenstein entwarfen unter der Leitung von Prof. Dipl.-Arch. ETH/SIA Dietrich Schwarz mit dem LCT-System als Basis Gebäude zu den Themen “”Urban Density”” und “”Community“. Entstanden sind dabei höchst kreative und realisierbare Lösungen für den Wohn- und Arbeitsraum der Zukunft. Besonders auffallend fanden die begutachtenden Experten – DI Rainer Strauch, Projektingenieur Cree GmbH, DI Dr. Bernhard Fink, Abteilung Planung und Bau, Amt der Stadt Bregenz und Dipl.-Arch. ETH/SIA Martin Bühler – den bei allen Arbeiten erkennbaren Trend, Gebäude in Zukunft vielfältig zu nutzen. Wohnraum, Büro und ein Kindergarten unter einem Dach – so vielfältig könnte das Gebäude der Zukunft genutzt werden.