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Dezentralisierung und Demokratisierung der Energie
Ronald Goigitzer
24.08.2023

Erneuerbare Energiegemeinschaften sprießen in naher Zukunft wie Primeln in der Frühjahrssonne aus dem Boden. Das hat gleich mehrere gute Gründe.

Dass wir als Gesellschaft unseren Energieverbrauch und die Art der Energiegewinnung umstellen müssen, um dem Klimawandel zumindest Einhalt zu gebieten, ist in der Zwischenzeit (fast, interessanterweise nur fast) allen klar. Damit kommen jedoch auf Individuen und Unternehmen große Belastungen zu. Wie so oft macht es daher Sinn, diese Last auf mehrere Schultern zu verteilen.  

Das Problem lautet wie folgt: Wenn einzelne Immobilieneigentümer:innen, im tragischsten Fall die Eigentümer:innen jeder einzelnen Wohnung, individuell die Energiegewinnung umstellen und den nicht verbrauchten Strom einspeisen geht nicht nur die Energie selbst sondern auch ein riesiger Haufen Geld verloren.  

Es leuchtet also schon auf den ersten Blick ein, dass es am besten ist, Ressourcen zu bündeln. Eine und nicht siebzehn PVAnlagen errichten, eine dafür umso größere Wärmepumpe installieren, einmal die Installation zahlen, und so weiter. Das beginnt in Einfamilienhaussiedlungen, betrifft Wohnimmobilienbestand oder sogar ganze Stadtquartiere. Kurz gesagt: es geht um Dezentralisierung und Demokratisierung der Energie – je mehr erneuerbare Energie vor Ort erzeugt und auch verbraucht wird, desto weniger Ressourcen werden benötigt.

Richtig begonnen, wird dann der Hebel dort angesetzt, wo er am meisten bringt: Im möglichst hohen Eigenverbrauch des erzeugten Stroms. Dabei sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Vom individuellen Stromverbrauch aller Beteiligten über Steuerungs- und Abrechnungsmodalitäten. Idealerweise wird während des Prozesses der Bildung einer Energiegemeinschaft auch der Verbrauch entsprechend optimiert. Eine umfassende Analyse des Status Quo ist dabei die wichtigste Grundlage.  Sie liefert nämlich erste Auskunft über die Art und den Umfang der Energiegewinnung. Ziel ist dabei möglichst hoher, sinnvoller Output bei gleichzeitig möglichst niedrigen Investitionen. Gleichzeitig werden Möglichkeiten der Einsparung im Verbrauch aufgezeigt.  

Die gesamte Organisation, Umsetzung der technischen Installation, Berücksichtigung rechtlicher und steuerlicher Rahmenbedingungen und letztlich auch das Monitoring und der laufende Betrieb wird dabei am besten in die Hände von erfahrenen Profis gelegt.  

Durch die Bündelung der „Kräfte“ wird Abnahme überschüssiger Energie durch die großen Versorger einfacher, die Finanzierung der Investition günstiger und der Wert der Immobilie gesteigert.  

Some would call it a “No Brainer.”  Wann denken Sie darüber nach?

Gastbeitrag von Ronald Goigitzer - Geschäftsführer von ivalu

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